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Mutig dem Sturm ins Auge sehen

 

Mutig dem Sturm ins Auge sehen 

 

Waltraud King / cb. Zum 28. Februar 2026 lud die Schönstatt-Frauenbewegung der Diözese Rottenburg-Stuttgart erstmals zu einem „Frühjahrstreffen“ ins Schönstattzentrum Liebfrauenhöhe ein. Fast hundert Frauen aus den Gegenden um Rottweil, Schramberg, Oberndorf, Rottenburg und Reutlingen machten sich auf den Weg, um sich vom Jahresthema der Schönstatt-Frauenbewegung für ihr (Glaubens-)Leben inspirieren zu lassen: „Frau im Sturm – glaubensstark“.

 

Die Idee, dieses „Frühjahrstreffen“ zu veranstalten, entstand im Rahmen des Zukunftsprozesses, der innerhalb der Gruppierung der Frauen und Mütter in der Diözese seit gut einem Jahr läuft – und sie hat sich, nach diesem ersten „Probelauf“, direkt als gut und weiterführenswert erwiesen.

Das Programm bestand aus einem Mix von Liedern, geistlichen Impulsen, Lebenszeugnissen und dem sehr rege und freudig wahrgenommenen Austausch in Kleingruppen und während der ausgiebigen Kaffee-Pause.

 

Die geistlichen Impulse, die Sr. M. Caja Bernhard, die Referentin des Tages gab, kreisten – ausgehend von der „Let-them-Theorie der Bestseller-Autorin Mel Robbins – um verschiedene „Sturm-Szenarien“ des persönlichen und gesellschaftlichen Lebens und um die Frage, was hilfreich sein kann, um diese Stürme nicht nur zu überstehen, sondern innerlich an ihnen zu wachsen. Einzuüben, sich von den Meinungen und Urteilen anderer, vom Zug, vergleichen und kontrollieren zu wollen, unabhängig(er) zu machen, könne Freiraum geben, um sich mehr auf die eigenen Ziele, den eigenen Weg zu konzentrieren, so die Referentin. Vor allem aber gelte es für uns als Christinnen, gerade in „Sturm-Momenten“ das Vertrauen auf die Nähe und Führung Gottes zu trainieren – ähnlich wie Maria, die „große Frau im Sturm“, es damals, in der Stunde der Verkündigung, tat. Im Liebesbündnis sind wir eingeladen, Gott und der Gottesmutter in unserem Leben möglichst viel zuzutrauen und SIE wirken zu lassen. Let them! Lass SIE …!

 

Das Motiv zur Bebilderung der Jahreslosung – eine Zeichnung der Künstlerin Maria Elina San Roman, eine junge Schönstätter Marienschwester aus Argentinien – sprach die Teilnehmerinnen des Frühjahrstreffens auf Anhieb an. Eine gemeinsame Betrachtung ließ die verschiedenen Bild-Elemente lebendig werden, und viele fanden sich, zumindest der Sehnsucht nach, in der mit Leichtigkeit dem Sturm entgegengehenden jungen Frau – vor sich ein angedeutetes Heiligtum, über sich das Symbol des Heiligen Geistes – wieder.

 

Zwei sehr berührende Lebenszeugnisse von Monika Hauser und Waltraud King unterstrichen sowohl die Bildaussagen als auch die geistlichen Impulse und regten an, nach ähnlichen Glaubens- und Liebesbündniserfahrungen im eigenen Leben zu fragen.

 

Eine abschließende Gebetszeit in der Krönungskirche, in der die Jahreslosung nochmals durch meditative Texte und Lieder aufklang, rundete das „Frühjahrstreffen“ ab. Bei der Verabschiedung gab es dann viele strahlende Augen und manches frohe Dankeswort. Zum Beispiel diese: „Ich bin so erfüllt von diesem Treffen. Die Impulse waren so Klasse! Auch den beiden Frauen, die mit mir kamen – beide waren zum ersten Mal dabei – hat es so gutgetan.“ (K. W.) – „Vielen Dank für diesen wertvollen Nachmittag. Das hat mich wieder richtig aufgebaut. Ich bin so froh, dass ich dabei sein konnte, jetzt sehe ich meinen Weg wieder klarer.“ (L. M.)